Vision

Unsere Vision: mit nachhaltigen Lösungen zum Zero-Waste-Betrieb

Nachhaltigkeit bedeutet für uns mehr als Umweltschutz – sie ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Als führender Hersteller von niedriggekohltem Ferrochrom übernehmen wir Verantwortung für die Zukunft. Wir entwickeln Innovationen, die ökologische und ökonomische Ziele miteinander verbinden – und setzen damit neue Maßstäbe für eine ressourcenschonende Metallurgie.

Grüne Energie und smarte Prozesse

Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch Energieeffizienz. Zukünftig setzen wir auf den kompletten Einsatz erneuerbarer Energien wie Solar-, Wind- und Biomasse-Strom. Zudem optimieren wir laufend unsere Produktionsabläufe, z.B. durch die Nutzung von Prozessabwärme zur Erztrocknung oder den weiteren Ausbau energieeffizienter Technologien. Unsere Fortschritte dokumentieren wir transparent im Nachhaltigkeitsbericht der AFARAK-Gruppe (2024). Darüber hinaus arbeiten wir eng mit Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen, um neue Recyclingverfahren und nachhaltige Produktionsprozesse zu entwickeln. Ein aktuelles Beispiel ist ein innovatives Verfahren zur Wiederverwertung von Normschrotten aus der Öl- und Gasindustrie.

Kreislaufwirtschaft konsequent gedacht

Unser Ziel ist eine vollständige Nutzung aller Nebenprodukte aus der Metallurgie. Durch die ganzheitliche Verwertung der Materialien entsteht ein geschlossener Kreislauf, in dem keine Reststoffe übrigbleiben. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zu einer nachhaltigeren Bauwirtschaft.

Dieser Ansatz bringt uns unserem großen Ziel einen entscheidenden Schritt näher: Bis 2030 wollen wir als Unternehmen vollständig abfallfrei arbeiten – also ein echter Zero-Waste-Betrieb sein. Sämtliche Materialien sollen im Produktionsprozess verbleiben oder als hochwertige Sekundärrohstoffe anderen Industrien zur Verfügung stehen.

Vom Nebenprodukt zum Zukunftsbaustoff

Bei der Produktion von Low-Carbon-Ferrochrom (LC FeCr) entsteht eine Calciumsilikatschlacke. Durch eine innovative Prozessoptimierung des Elektrowerks Weisweiler soll dieses Nebenprodukt künftig gezielt so modifiziert werden, dass es als wertvoller Rohstoff für die Zement- und Betonindustrie genutzt werden kann.

Im Fokus steht dabei die gezielte Aufbereitung und Prozessierung der heißen Schlacke, um unterschiedliche Materialeigenschaften und Einsatzmöglichkeiten zu erschließen. So kann das Material beispielsweise zu Hüttenglas® mit latent-hydraulischen Eigenschaften verarbeitet werden, wie es im Projekt „PHöMixBeton“ gemeinsam mit Forschungspartnern und unterstützt durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt untersucht wurde. Darüber hinaus werden weitere Verwertungsoptionen geprüft, etwa die Nutzung als carbonatisiertes, teilreaktives Material mit puzzolanischen Eigenschaften als Klinkersubstitut oder als mineralischer Füllstoff in Baustoffen.

Ziel ist es, das Nebenprodukt möglichst hochwertig in Baustoffanwendungen zu integrieren und damit einen Beitrag zu einer ressourcenschonenderen und klimafreundlicheren Bauwirtschaft zu leisten.